Unser Blog

Hier siehst du die neuesten Einträge und Aktionen von uns!

Unser Thema heute:
„Umgang mit Online-Fotos“

Nach dem Grundgesetz hat jeder das Recht auf eine freie Entfaltung seiner
Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt. Dieses „allgemeine
Persönlichkeitsrecht“ hat viele Facetten, es enthält unter anderem das Recht am
eigenen Bild, nach dem jeder selbst entscheiden kann, ob und unter welchen
Bedingungen jemand anderes Abbildungen der eigenen Person verbreiten oder
veröffentlichen darf. Dies gilt natürlich auch im Internet.

Dabei macht es keinen Unterschied, ob es um Bilder geht, die auf einer „normalen“
Website oder in einem Sozialen Netzwerk zu finden sind. Entscheidend ist, dass andere
die Möglichkeit haben, diese Inhalte zu sehen. Die geschützte Privatsphäre von anderen
zu verletzen, geht ganz schnell. Schnell sind die Partyfotos oder das letzte Video mit
feiernden und betrunkenen Freunden und Bekannten bei Facebook oder Instagram
veröffentlicht. Erlaubt ist das aber nicht. Das Recht am eigenen Bild besagt, dass die
abgebildeten Personen um Erlaubnis gefragt werden müssen, bevor Fotos von ihnen
online gestellt werden dürfen.

Besonders Kinder und Jugendlichen lieben die Kamerafunktion ihres Smartphones und
weil es so schnell und einfach geht, laden sie Bilder von sich und anderen schnell
unbedacht in soziale Netzwerke hoch oder teilen sie über WhatsApp.

Tipps für Eltern:

• Sprechen Sie mit Ihren Kindern über das Thema Bilder im Netz: erklären
Sie Ihnen, wie das Recht am eigenen Bild funktioniert und warum es so wichtig
ist. Es schützt uns z.B. davor, dass andere peinliche Fotos von uns
veröffentlichen. Dafür ist es auch sinnvoll, über die möglichen Folgen zu sprechen.
Sie können erklären, wie schnell sich Fotos online verbreiten und wie schwierig es
ist, ein ungewolltes Foto wieder loszuwerden, wenn es erstmal veröffentlicht
wurde. Auch wenn Bilder über einen Messenger wie WhatsApp verschickt werden,
können sie von anderen sehr einfach gespeichert, verändert und weiterverbreitet
werden.

• Auch Kinder haben ein Recht am eigenen Bild! Der kleine Maxi auf dem
Töpfchen, die süße Ida in der Badewanne: Viele Eltern teilen ständig Fotos ihrer
Kleinen in den sozialen Netzwerken oder verwenden auf dem eigenen Whatsapp-
Profil lieber ein Bild ihres Kindes anstatt eines von sich selbst. Dies ist falsch
verstandener Elternstolz, denn die wenigsten werden ihre Kinder vorher gefragt
haben, ob sie möchten. Rein rechtlich gesehen sollten Eltern ihre Kinder aber
informieren. Sobald ein Kind 14 Jahre alt ist, müssen Erwachsene es ausdrücklich
fragen, ob sie ein Foto von ihm verwenden dürfen. Ab diesem Alter geht die
Rechtsprechung davon aus, dass Kinder die notwendige Einsichtsfähigkeit haben,
um über eine Veröffentlichung zu entscheiden. Aber auch Kleinkinder und
Säuglinge haben ein Recht darauf, dass ihr Persönlichkeitsrecht nicht verletzt
wird. Letztendlich gebietet dies auch der Respekt.

ist eine gemeinsame Informationsreihe der Waldhaus-
Jugendreferate der Schönbuchgemeinden. Für Anregungen und Themenvorschläge
wenden Sie sich bitte an das Jugendreferat

Unser Thema heute:
„In-App-Käufe“

Auf fast allen Smartphones finden sich Spiele, wie Candy Crush, Farmville oder andere
Apps. Zunächst ist das Herunterladen der App kostenlos. Um dann aber im Spiel aufstei-
gen zu können oder bestimmte Funktionen der App nutzen zu dürfen, müssen kosten-
pflichtige Extras dazu gebucht werden. Dies geschieht oft unbemerkt und plötzlich ent-
stehen hohe Kosten – trotz kostenfreier App. Diese Apps nennt man auch Freemium
Apps, eine Mischung aus Free (übersetzt: umsonst) und Premium (also kostenpflichtig).
Diese In-App-Käufe, also Zusatzkäufe, finden oft über eine virtuelle Währung statt und
werden dadurch nicht als Einkauf wahrgenommen. Vor allem Kinder sind sich dessen
meist nicht bewusst. Sie spielen sich mit diesen Käufen in ein neues Level oder bekom-
men eine Erweiterung zu ihrem Spiel dazu. Ungefähr dreiviertel des Umsatzes der App-
Stores stammen aus Spielen, eine beachtliche Zahl!

Wer diese Kostenfalle vermeiden möchte, hat folgende Möglichkeiten:
• Sprechen Sie mit Ihrem Kind über solche In-App-Käufe, erklären Sie ihm, dass die
virtuelle Währung zu tatsächlichen Kosten führt.
• Schauen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind, welche Apps es auf dem Smartphone
installiert hat und nutzt.
• Wenn Sie nur die Kosten kontrollieren möchten, verwenden Sie Gutschrift-
karten, die es in Elektronikfachgeschäften, Supermärkten, etc. zu kaufen gibt. So
hält man die Ausgaben im Blick und muss auch keine sensiblen Daten, wie die
Kontodaten, freigeben.
• Um In-App-Käufe gänzlich zu vermeiden, können Sie diese Funktion an Ihrem
Handy sperren. Eine Anleitung dazu finden Sie unter:
https://mobilsicher.de/ratgeber/in-app-kaeufe-worauf-muss-ich-achten

Wer zahlt?
Sollte Ihr Kind doch einen solchen In-App-Kauf getätigt haben und Ihnen steht eine
Rechnung ins Haus, dann müssen Sie in den meisten Fällen nicht zahlen. Kinder können,
ohne Erlaubnis der Eltern, keinen rechtlich wirksamen Vertrag abschließen.
Eltern haben auch bei einem virtuellen Kauf im Computer das Recht auf nachträgliche
Verweigerung der Genehmigung und damit ein Recht auf Rückerstattung des
Kaufpreises.

Mehr Infos zum Thema finden Sie unter anderem unter:
https://www.sicherheit-im-internet.com
https://www.klicksafe.de

jugendschutz 3.0 ist eine gemeinsame Informationsreihe der Waldhaus-
Jugendreferate der Schönbuchgemeinden. Für Anregungen und Themenvorschläge
wenden Sie sich bitte an das Jugendreferat

Unser Thema heute:
„Pornografie im Netz“

Das Internet ist heute die vorherrschende Quelle für pornografisches Material. Der
Zugang ist einfach: Eine schnelle Internetverbindung und schon können (auch)
Jugendliche anonym (Anonymity), kostengünstig (Affordabilitiy) sowie ohne große
Hürden und Hemmschwellen (Accessibility) Pornografie konsumieren.
Aktuellen Studien zufolge haben mindestens 60 – 80 % der Jugendlichen ab 13 Jahren
Erfahrungen mit (Internet-)Pornografie gemacht. Dabei konsumieren generell Jungen
sehr viel häufiger Pornografie als Mädchen.

Was macht den Reiz für Jugendliche aus?

 Für Jugendliche in der Pubertät beginnt die Suche nach ihrer sexuellen Identität.
Erste Liebesbeziehungen, die Auseinandersetzung mit gleichgeschlechtlichen
Orientierungen, die Unsicherheiten rund um die ersten sexuellen Erfahrungen … –
Jugendliche erleben in dieser Zeit viele „erste Male“ und suchen Antworten zu
ihren häufig als peinlich empfundenen Fragen auch und vor allem im Internet.
 Jungen nutzen Pornografie häufig im Kreise Gleichaltriger und beziehen ihren
Gruppenstatus u.a. auch aus ihren Kenntnissen zum Thema („Mitreden können“).
 Auch Neugierde, das Überschreiten von Grenzen, etwas „Aufregendes“ erleben,
der Wunsch nach Ablenkung, Protest und Abgrenzung spielen eine große Rolle.

Warum ist Pornografie für die Entwicklung von Jugendlichen gefährlich?

Obwohl Pornofilme nichts mit realer Sexualität zu tun haben, sondern inszenierte
Produkte sind, schafft Pornografie sexuelle Normvorstellungen, die an der sexuellen
Wirklichkeit vorbeigehen und zu Problemen führen können, z.B.:
 Leistungs- und Perfektionsdruck (der stets potente Mann / die stets willige Frau)
 Wertewelt (der dominante Mann / die unterwürfige Frau / die Reduzierung der
Frau zum Sexualobjekt)
 Unzufriedenheit mit eigenem Körper (Body-Modification)
 Einfluss auf sexuelle Verhaltensweisen (unabhängig von eigenen Wünschen)
 Beeinträchtigung der Individualität

Tipps für Eltern:

Je mehr Basiswissen über das Thema Sexualität vorhanden ist , je größer der positive
Zugang zum eigenen Körper und zu den eigenen Emotionen ist, je besser der Umgang
mit Medien gelernt wurde und je mehr professionelle Informationsquellen zum Thema
Sexualität erlaubt und angeboten werden, desto weniger werden sich Jugendliche in ihrer
sexuellen Entwicklung beeinträchtigt zeigen! Helfen Sie Ihren Kindern dadurch,
pornografische Inhalte eigenständig als das einzuordnen, was sie sind: Reine Fiktion!

Mehr Infos zum Thema finden Sie unter anderem unter: www.klicksafe.de und unter
www.saferinternet.at

jugendschutz 3.0 ist eine gemeinsame Informationsreihe der Waldhaus-
Jugendreferate der Schönbuchgemeinden. Für Anregungen und Themenvorschläge
wenden Sie sich bitte an das Jugendreferat

Am Samstag waren wir in Altdorf mit dem Thema Gruppen leiten, Spielepädagogik, Konfliktmanagement und Erlebnispädagogik beschäftigt. Eine gute Mischung von Theorie und Praxis in Form von Spielen und Übungen begleiteten die Jugendliche durch den ganzen Tag.

Vormittags beschäftigten wir uns mit den Themen Kennenlernen, Gruppen Stärken und Spielepädagogik. Nach einem Theorie-Input wurden ganz viele verschiedene Spiele gespielt. Während den Spielen erklärten wir immer wieder, welche Ziele damit verfolgt werden und wie unsere angehenden Jugendleiter dies am besten in der Praxis umsetzen.

Nach einer kleinen Mittagspause starteten wir mit dem Thema Erlebnispädagogik. Die Teilnehmer*innen mussten in der Gruppe verschiedene Aufgaben gemeinsam lösen. Es handelte sich um Kooperationsaufgaben, die mit großer Achtsamkeit und viel Kommunikation angegangen werden mussten. Bei der „Blinden Reihe“ mussten die Teilnehmer mit verbundenen Augen und ohne miteinander reden zu dürfen sich in der richtigen Reihenfolge sortieren. Hier lernten die Leiter des Tages auch etwas Neues – und zwar eine neue Methode, um dies zu schaffen, die wir so bisher noch nie gesehen hatten!

Zum Abschluss des Tages erarbeiteten wir das Thema Führungsstile und Konfliktmanagement. Jeder Jugendleiter erhielt mittels eines kleinen Tests einen Einblick in seinen eigenen Führungsstil und konnte diesen in der Gruppe reflektieren. Die letzte Aufgabe für die Teilnehmer*innen war der „Wüsten Crash“, eine Gruppendiskussion rund um ein Gedankenspiel. Zuerst jeder für sich, dann in Kleingruppen und anschließend alle gemeinsam mussten 15 Gegenstände in eine Rangfolge gebracht werden. Mit der Aufgabe werden Gesprächsregeln, Argumentieren lernen, andere Meinungen bewerten u.a. geübt bzw. das eigene Verhalten in Diskussionen veranschaulicht.

Am Sonntagmorgen ging die Jugendleiterausbildung in die letzte Runde. Öffentlichkeitsarbeit und der Einsatz von Medien in der Jugendarbeit waren unsere Themen für den Tag. Teilweise noch etwas müde, aber vollzählig starteten wir um 10.00 Uhr im Jugend- und Kulturzentrum W3 in Holzgerlingen. Mit einer nicht ganz einfachen Teamaufgabe ging es los: der „Tower of Power“ sollte von der Teilnehmergruppe aufgebaut werden. Hierbei handelt es sich um eine Kooperationsaufgabe, bei der mit großer Achtsamkeit und Sorgfalt gearbeitet werden muss. Tatsächlich schafften die Teilnehmer*innen 5 Holzklötze zu stapeln ehe der Turm beim 6. Klotz zusammenfiel – eine echt gute Leistung!

Zum Thema Öffentlichkeitsarbeit konzentrierten wir uns in diesem Jahr auf eine klassische Form: die Plakaterstellung. Zunächst schauten wir uns zahlreiche Plakate an und diskutierten, welche wir gelungen oder weniger gut fanden. Dann durften die Teilnehmer*innen in Kleingruppen eigene Plakate gestalten, die anschließend in der Gruppe besprochen wurden. Abgerundet wurde das Thema mit einigen rechtlichen Erläuterungen, insbesondere zum Thema „Recht am (eigenen) Bild“.

Für die Mittagspause stellten wir noch eine kleine technische Spielerei vor. Mit dem „Makey Makey“ konnten die Jugendlichen ein Computerspiel spielen, was allgemein große Freude bereitete.

Der Nachmittag stand unter dem Motto „Trickfilm selber machen“. Nach kurzer Einführung durften die Jugendlichen in Kleingruppen eigene Trickfilme am IPad erstellen. Wir hatten jede Menge Materialien (Lego, Playmobil, Figuren, Hintergründe, …) mitgebracht und so entstanden in kurzer Zeit drei völlig unterschiedliche Kurzfilme. Alle waren überrascht, wie einfach es ging und konnten sich gut vorstellen, mit ihren Kinder- und Jugendgruppen auch selbst mal Trickfilme herzustellen.

Damit ging die Jugendleiterausbildung 2018 zu Ende. Wir gratulieren allen Jugendlichen zur erfolgreichen Teilnahme und wünschen euch viel Spaß bei eurer Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen in euren Gruppen!

Unser Thema heute:
„Cyber-Grooming“

Cyber-Grooming, zu Deutsch etwa das Heranmachen an Kinder im Internet, erfolgt in
vielen Fällen nach dem Muster, dass Täter schrittweise Vertrauen zu ihren meist
minderjährigen Opfern aufbauen, um diese – wenn das Vertrauen einmal hergestellt ist –
sexuell zu belästigen. Andere Täter werden unmittelbar sehr direkt. Dabei verstecken
sich die Täter häufig hinter einer fiktiven Identität und geben sich deutlich jünger aus.

Ob nun im herkömmlichen Chatportal, in Online-Spielen, Dating-Apps, Messengern oder
Sozialen Netzwerken: Sexuelle Belästigung ist im anonymen Internet leider nie
auszuschließen. Kontaktanfragen von Unbekannten im Instant Messenger oder Sozialen
Netzwerk sollten generell nicht bestätigt werden. Bei Flirt- und Dating-Apps, die vor
allem für ältere Jugendliche interessant sind, ist besondere Vorsicht geboten. Das Risiko
für sexuelle Belästigung ist in solchen Portalen höher, v.a. auch wegen der fehlenden
Moderation durch den Anbieter und oftmals unzureichenden Sicherheitseinstellungen.
Unter anderem kann bei Dating-Apps der aktuelle Aufenthaltsort über die Umkreissuche
gefunden bzw. eingegrenzt werden.

Tipps für Eltern:

• Als Eltern sollten Sie auch im Internet die „Orte“, also die Dienste oder Portale,
kennen, in denen sich Ihr Kind bewegt. Machen Sie es darauf aufmerksam, dass
ein gesundes Misstrauen in der digitalen Welt notwendig ist: Der Chat-Partner ist
nicht immer der, für den er sich ausgibt.

• Die typischen Strategien der Täter und Handlungsmöglichkeiten werden im
Interview mit Nina Lübbesmeyer, Leiterin des Referats Chats, Messenger und
Communitys bei jugendschutz.net aufgezeigt.

• Wenn Ihr Kind belästigt wurde und sich vertrauensvoll an Sie wendet, ist Ihre
erste Reaktion entscheidend. Vermitteln Sie Ihrem Kind, dass Sie der richtige
Ansprechpartner sind und ihm helfen werden. Hat Ihr Kind jedoch Angst davor,
dass Sie es ausschimpfen oder Sie Ihrem Kind ggf. das Internet verbieten,
versucht es eventuell die Probleme alleine zu lösen.

• Mit Jugendlichen ins Gespräch kommen: Kinder und Jugendliche sollten über die
Risiken der Online-Kommunikation präventiv aufgeklärt werden, um in einer
Belästigungssituation richtig zu handeln. Weisen Sie Ihr Kind an, den Kontakt
sofort abzubrechen, wenn die Fragen des Chat-Partners unangenehm werden oder
es sich bedrängt fühlt. Im Falle einer sexuellen Belästigung sollte das Kind sofort
die Eltern informieren und Screenshots zur Beweissicherung machen. Weisen Sie
Ihr Kind auch frühzeitig darauf hin, sich niemals alleine mit einer Online-
Bekanntschaft zu treffen

Quellen und weiterführende Infos:
• Handysektor: Cyber-Grooming – Sexuelle Belästigung in Chats
• Chatten-ohne-Risiko.net
• Thema „Risiken beim Chatten“ auf klicksafe.de

jugendschutz 3.0 ist eine gemeinsame Informationsreihe der Waldhaus-
Jugendreferate der Schönbuchgemeinden. Für Anregungen und Themenvorschläge
wenden Sie sich bitte an das Jugendreferat.

SEXTING

Der Begriff Sexting beschreibt das freiwillige Versenden und Empfangen selbstproduzierter, freizügiger Aufnahmen via Computer oder Smartphone. Wie  viel Nacktheit auf den Aufnahmen nötig ist, damit man von Sexting spricht, liegt im Auge des Betrachters. Allgemein kann man sagen, dass es sich um Bilder in Badehose, Bikini oder Unterwäsche, Oben-ohne-Aufnahmen sowie Nacktbilder handelt. Unter Jugendlichen ist dieses Phänomen eher bekannter als „Sexy Aufnahmen/ Selfies/ Pics/ Posingbild/ Nudes“.

Wie kann ich mit Sexting umgehen? Haltung einnehmen

Junge Menschen kommunizieren bevorzugt online miteinander, lernen sich kennen, tauschen sich aus, pflegen Freundschaften und Liebesbeziehungen. Auch Erfahrung mit Beziehung und Sexualität werden online gemacht. So kommt es vor, dass man auch Intimität und intime selbstgemachte Aufnahmen teilt. Sexting kann als eine neue Form der Intimkommunikation verstanden werden, wenn die Beteiligten alt genug sind, sich gut kennen und sich fair und respektvoll verhalten. Aber man darf nicht unerwähnt lassen, das bei Sexting auch einiges richtig schief gehen kann. Einer der problematischen Aspekte ist, dass man nie ganz sicher sein kann, ob die Aufnahmen nicht doch unerlaubt an Dritte gelangen.

Wenn es schief geht und intime Fotos an die Öffentlichkeit gelangen, reagiert das Umfeld
oft mit der Bemerkung „Du bist selbst schuld, wenn du solche Fotos von dir machst“.
Aber: nicht wer ein sexy Bild von sich schießt, macht sich strafbar, sondern wer
es unerlaubt weitergibt.

Tipps für Eltern:

Medienbilder und Rollenbilder reflektieren: Die Medien vermitteln den Eindruck, dass es normal ist, sich freizügig zu präsentieren. Regen Sie Ihr Kind an, sowohl die Freizügigkeit als auch die unterschiedlichen Geschlechterrollenerwartungen zu hinterfragen und darüber nachzudenken

Nein sagen ist OK

Sexting-Aufnahmen niemals weiterleiten

Keine Schuldzuweisung: vermitteln Sie das Gefühl, dass Ihr Kind sich bei Ihnen
sicher und verstanden fühlt.

Melden Sie die Aufnahmen beim Anbieter des Dienstes, über den das Material nach Ansicht Ihres Kindes verschickt oder veröffentlicht wurde. Veranlassen Sie gemeinsam die Entfernung der Aufnahmen. Der Kontakt zum Anbieter ist im Impressum angegeben

Mehr Infos zum Thema finden Sie unter www.klicksafe.de und www.saferinternet.at

jugendschutz 3.0 ist eine gemeinsame Informationsreihe der Waldhaus-
Jugendreferate der Schönbuchgemeinden. Für Anregungen und Themenvorschläge
wenden Sie sich bitte an das Jugendreferat

EXTREMISMUS IM NETZ

Extremistische Gruppierungen und Aktivisten nutzen zunehmend das Internet um ihre Ideologien zu verbreiten. Auch wenn es viele Unterschiede zwischen den einzelnen Gruppen gibt, haben sie doch alle eines gemeinsam: Sie stellen die Gleichheit aller Menschen in Frage und stellen sich und ihre Gruppe über alle anderen.

Ein weit verbreitetes Mittel von extremen Aktivisten ist die so genannte „hate speech“. Hierbei handelt es sich um fremdenfeindliche Hassbotschaften, die Personen oder Einstellungen verunglimpfen sollen. Sie werden meist als Kommentare zu aktuellen Themen gepostet. Elemente der „hate speech“ sind vor allem Falschaussagen, die Verbreitung von Verschwörungstheorien, die Normalisierung von Diskriminierung und das Gleichsetzen von aus dem Kontext gezogenen Inhalten.

Im Gegensatz zur offensichtlichen hate speech, ist es bei manchen populistischen Seiten und Profilen nicht so eindeutig, die extremistischen Inhalte als solche zu erkennen. Sie versuchen in der Gesellschaft ihr extremistisches Gedankengut zu streuen und so neue Mitglieder zu gewinnen. Die Hauptzielgruppe, Kinder – und Jugendliche, werden mit folgenden Strategien angesprochen:

– Orientierung an jugendlichen Interessen (Medienaffinität, kostenlose Downloads)
Distanzierung zu anderen Gruppen (spießige Eltern oder Lehrer)
Vertrauen aufbauen in sozialen Netzwerken; bieten ihre Hilfe an (Erst nach und
nach kommt ihre Gesinnung zu Tage.)
Pauschalisieren: haben immer einfache Antworten auf komplizierte Fragen
– Argument „Meinungsfreiheit“ wird oft genutzt um die Verbreitung zu rechtfertigen
– Ausnutzung der niedrigen Hemmschwelle im Netz

Tipps für Eltern:
– Sprechen Sie mit Ihren Kindern über extremistische Ideologien.
– Sensibilisieren Sie Ihre Kinder für extremistische Inhalte und üben Sie mit ihnen das
richtige Einschätzen der Internetseiten:
o Wie aktuell ist die Website? Gibt es Links, die ins Leere führen?
o Wer hat die Artikel geschrieben? Gibt es ein Impressum?
o Werden Fakten oder nur Meinungen publiziert?
o Immer kontrollieren und misstrauisch bleiben.
– Ermutigen Sie Ihr Kind extremistische Inhalte und Seiten zu melden (u.a. bei
Beschwerdestellen wie jugendschutz.net).

Quellen und weiterführende Links:
www.saferinternet.at
www.klicksafe.de
www.demokratiezentrum.de
www.jugendschutz.net

jugendschutz 3.0 ist eine gemeinsame Informationsreihe der Waldhaus-
Jugendreferate der Schönbuchgemeinden. Für Anregungen und Themenvorschläge wenden Sie sich bitte an das Jugendreferat.

FAKE NEWS

In einer Zeit, in der man scheinbar immer und überall zu allen Informationen Zugang hat, wird es immer schwieriger, zwischen Wahrheit und Lüge zu unterscheiden. Bewusst gestreute Falschmeldungen und Gerüchte, sogenannte „fake news“ nehmen immer häufiger zu, verbreiten sich rasend schnell und verstecken sich hinter scheinbar seriösen Verfassern.

„Fake news“ dienen dem Zweck systematisch Stimmung für oder gegen eine Sache zu
machen. Über vermeintlich aktuelle Neuigkeiten werden Unwahrheiten gestreut, die dazu
führen können, die Meinung einer großen Mehrheit von Menschen zu beeinflussen und zu
verändern. Vor allem wird gegen Fremde gehetzt und auf extremistische Angebote gelockt.

Viele „fake news“ wirken wie eine gute Berichterstattung, da sie aus seriösen
Medien zitieren, jedoch die Inhalte und Bilder aus dem Zusammenhang reißen und für
ihre Propaganda benutzen.

Jugendliche und Kinder erhalten ihre Informationen zunehmend über soziale Netzwerke
und das Internet, daher ist es umso wichtiger, dass man sie darin befähigt, ihre Informationen und Berichte richtig einschätzen zu können.

Tipps für Eltern:
Sprechen Sie offen mit Ihren Kindern über „fake news“

Fördern Sie einen kritischen Umgang mit Informationen:                                       

1.- Hinterfragen Sie gemeinsam mit Ihren Kindern die Quellen: Gibt es ein Impressum? Sind dort alle wichtigen Angaben wie z.B. Namen und Adressen vorhanden?
2.-Wird das Thema auf anderen Seiten gleich aufgearbeitet bzw. wurde teilweise nur kopiert ohne Quellen anzugeben, so deutet dies auf unseriöse Seiten hin.
3.- Bilder werden oft aus anderen Kontexten genutzt und „missbraucht“. Überprüfen Sie mit Hilfe einer Rückwärts-Bildersuche, ob das Bild auch wirklich zu dem Text gehört
4.- Überprüfen Sie, wie aktuell der Bericht ist (Suchmaschinen haben hierfür auch einen Filter)

Unterstützen Sie Ihre Kinder dabei, ein kritisches Bewusstsein gegenüber
Informationen aus dem Web zu erhalten. (Klären Sie mit ihnen, warum sie
bisher auf bestimmte links geklickt haben.)

Fördern Sie ihr Verständnis (automatisierte oder als Erstes angezeigte
Ergebnisse sind nicht unbedingt am besten)

Bleiben Sie geduldig. „fake news“ zu erkennen ist auch für Erwachsene
schwierig. Haben Sie Geduld, wenn Ihr Kind zunächst Schwierigkeiten damit hat.

Quellen und weiterführende Infos:
www.handysektor.de
www.saferinternet.at
www.klicksafe.de

jugendschutz 3.0 ist eine gemeinsame Informationsreihe der Waldhaus-Jugendreferate der Schönbuchgemeinden. Für Anregungen und Themenvorschlägewenden Sie sich bitte an das Jugendreferat.

KETTENBRIEFE

Früher kamen Kettenbriefe mit der Post. Später dann als E-Mail-Version und sie waren
lästig und teilweise gefährlich (Viren). Heute werden Kettenbriefe vor allem über
den Messenger-Dienst WhatsApp versendet und durch die einfache Art des Teilens
verbreiten sie sich innerhalb des Netzwerkes wie ein Lauffeuer.

Das „ungeschriebene Gesetz“ hinter diesen Massensendungen: Wer einen Kettenbrief
erhält, muss diesen innerhalb einer kurzen Zeit an eine gewisse Anzahl an
Personen weiterleiten, die Kette darf nie abreißen, denn sonst droht angeblich großes
Unheil. Kettenbriefe sind jedoch grundsätzlich immer Hoaxes. Ein Hoax ist eine
Falschmeldung im Internet, die absichtlich in Umlauf gebracht wird.

Manche Kettenbriefe sind lustig oder originell, es gibt aber auch welche, die Angst und
Schrecken verbreiten, in denen z.B. damit gedroht wird, dass man selbst oder eine
Person aus dem Bekanntenkreis stirbt, wenn man die Nachricht nicht weiterleitet.
Während Erwachsene diese Drohung vermutlich als üblen Scherz erkennen, können
viele Kinder und Jugendliche diese Nachricht nicht immer als Falschmeldung
einordnen. Sie ängstigen sich wirklich davor und wissen nicht, wie sie reagieren sollen.

Tipps für Eltern, wie Sie mit Ihren Kindern über Kettenbriefe reden können:

Kettenbriefe enttarnen: gerade jüngeren Kindern fällt es schwer, Kettenbriefe
als solche zu erkennen. Typische Merkmale sind z.B. Tippfehler, viele
Ausrufezeichen, übertriebene Betonung des Wahrheitsgehaltes. Gehen Sie die
Kettenbriefe, die gerade in der Klasse im Umlauf sind, gemeinsam durch und üben
Sie mit Ihrem Kind das Löschen von Nachrichten in WhatsApp.

• Sprechen Sie das Thema von sich aus an und erklären Sie, was Kettenbriefe
sind. Kindern ist oft nicht bewusst, was hinter Kettenbriefen steckt und dass die
darin beschriebenen „Gefahren“ nichts mit der Realität zu tun haben.

• Nehmen Sie die Ängste Ihres Kindes ernst, wenn es sich Sorgen macht, dass es
selbst oder eine nahestehende Person sterben könnte, weil es eine Nachricht nicht
weitergeschickt hat. Machen Sie Ihrem Kind klar, dass nichts Schlimmes
passiert, wenn man einen Kettenbrief nicht weiterschickt.

Vereinbaren Sie Regeln, diskutieren Sie mit Ihrem Kind, welche Kettenbriefe
weitergeleitet werden können und welche nicht, und welche sofort gelöscht
werden sollten.

Mehr Infos zum Thema finden Sie unter www.saferinternet.at

jugendschutz 3.0 ist eine gemeinsame Informationsreihe der Waldhaus-
Jugendreferate der Schönbuchgemeinden. Für Anregungen und Themenvorschläge
wenden Sie sich bitte an das Jugendreferat.

Unser Thema heute: „ONLINEKÄUFE“

Das Internet erleichtert uns heute vieles, so auch das Einkaufen, das hier zu allen Tageszeiten und von jedem erdenklichen Ort aus möglich ist.
Vor allem Kinder und Jugendliche nutzen diese Art zu shoppen sehr gerne.
Bekleidung und Schuhe, Elektronikartikel, Bücher und vieles mehr werden besonders häufig über Online-Portale, also virtuelle Einkaufsmärkte, bestellt. Wer online kauft, kann einfach Preise verschiedener Anbieter vergleichen und das günstigste Produkt kaufen. Ein zeitintensives von A nach B laufen wird erspart.

Doch sollte beim Einkauf im Internet auch einiges beachtet werden:

  • Bestellen Sie nur bei einem Online-Anbieter, der Namen, Sitz und Anschrift seiner Firma preisgibt. Dies finden Sie im Impressum der Seite.
  • Achten Sie auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGBs).
  • Prüfen Sie, ob die kompletten Kosten klar beziffert sind (Nachnahmegebühr, Versandkosten oder Zollgebühren)
  • Geben Sie Ihre Kreditkartennummer nur preis, wenn entsprechender Schutz garantiert wird.

Minderjährige dürfen im Internet nicht einkaufen!

Ein Onlinekauf fällt nicht unter den sogenannten „Taschengeldparagraphen“, der es zum Beispiel einem Kind erlaubt, von seinem Taschengeld in einem Laden Süßigkeiten zu kaufen.

Tipps für Eltern:

Sollte Ihr Kind trotz allem einen Onlinekauf getätigt und somit einen Vertrag abgeschlossen haben:

  • Können sie die Ware „verweigern“ und zurücksenden
  • Können Sie den Vertrag rechtmäßig widerrufen.
  • Teilen Sie schriftlich mit, dass Sie als Sorgeberechtigter Ihre Zustimmung zum Vertrag verweigern.
  • Zahlen Sie keine Rechnung!
  • Sprechen Sie mit Ihrem Kind über das Thema Onlinekäufe. Es soll seine Daten nicht unüberlegt im Internet preisgeben und auf Kleingedrucktes achten, anstatt nur alles blinkende, groß Gedruckte anzuklicken.

Mehr Infos zum Thema finden Sie unter anderem unter: www.internet-abc.de

Jugendschutz 3.0 ist eine gemeinsame Informationsreihe der Waldhaus-Jugendreferate der Schönbuchgemeinden. Für Anregungen und Themenvorschläge wenden Sie sich bitte an das Jugendreferat.