Als Waldhaus-Jugendhaus sind wir verstehen wir uns als Teil der Arbeitsgemeinschaft Jugendfreizeitstätten Baden Württemberg e.V. (AGJF).  Zudem sind wir mit der Gesamtheit der Waldhaus-Jugend(sozial)arbeit in Weil im Schönbuch in einer kommunalen Teamstruktur eng verknüpft , um dadurch Ressourcen vor Ort synergetisch nutzen zu können. Dadurch sind wir auch eng mit den anderen Arbeitsbereichen des Waldhauses (Hilfen zur Erziehung, Jugendberufshilfe sowie weitere Projekte) verbunden.
Hier mal ein fachlicher Auszug aus unserer Konzeption: „Die Offene Kinder- und Jugendarbeit ist ein Teilbereich der professionellen Sozialen Arbeit mit einem sozialräumlichen Bezug und einem sozialpolitischen, pädagogischen und soziokulturellen Auftrag. Sie begleitet und fördert Kinder und Jugendliche auf dem Weg zur Selbständigkeit und setzt sich dafür ein, dass sie im Gemeinwesen partnerschaftlich integriert sind, sich wohl fühlen und an den Prozessen unserer Gesellschaft mitwirken. Sie an den Prozessen unserer Gesellschaft beteiligen heißt: Ressourcen vor Defizite stellen, Selbstwert aufbauen, Identifikation mit der Gesellschaft schaffen, integrieren und Gesundheitsförderung betreiben. Offene Kinder- und Jugendarbeit grenzt sich von verbandlichen oder schulischen Formen von Jugendarbeit dadurch ab, dass ihre äußerst unterschiedlichen Angebote ohne Mitgliedschaft oder andere Vorbedingungen von Kindern und Jugendlichen in der Freizeit genutzt werden können“.
Der zentrale Ansatz eines Jugendhauses ist das Angebot eines offenen, gestaltbaren Raumes, in dem Kinder und Jugendliche ihre Ideen umsetzen, ihre Fähigkeiten erkennen und erproben und sich sel-ber als wirksam erfahren können. Eine achtsame, aufmerksame Haltung den Themen, Anliegen und Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen gegenüber ist für die Arbeit wesentlich. Diese Themen werden (…) aufgegriffen und so Gelegenheiten zur Persönlichkeitsentwicklung geschaffen.

RECHTLICHE GRUNDLAGEN
Die gesetzliche Grundlage der Waldhaus-OKJA ist das SGB VIII (Kinder- und Jugendhilfegesetz).
Die Waldhaus-OKJA ist eine der im § 11 SGB VIII genannten Angebote der Jugendarbeit, die sich an junge Menschen wenden um ihre Entwicklung zu fördern, an ihren Interessen anzu-knüpfen, von ihnen mitbestimmt und mitgestaltet zu werden, sie zur Selbstbestimmung zu befähigen und zu gesellschaftlicher Mitverantwortung und zu sozialem Engagement anzuregen und hinzuführen

Die Angebote der Waldhaus-OKJA wenden sich zum Teil auch speziell an benachteiligte junge Menschen und haben das Ziel, durch sozialpädagogisches Handeln der MitarbeiterInnen der Waldhaus-OKJA deren Benachteiligung auszugleichen und ihre Integration zu dern

Somit zählen ihre Angebote zum Teil auch zur Jugendsozialarbeit (§13 SGBVIII).
Ebenso führt die Waldhaus-OKJA bei entsprechenden Bedarfslagen vor Ort Angebote des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes (§ 14 SGB VIII) durch, die junge Menschen befä-higen, sich vor gefährdenden Einflüssen zu schützen und sie zu Kritikfähigkeit, Entschei-dungsfähigkeit und Eigenverantwortlichkeit sowie zur Verantwortung gegenüber ihren Mit-menschen führen

ZIELGRUPPEN
Entsprechend des Waldhaus-Leitbildes und der rechtlichen Grundlagen der OKJA wenden sich die Angebote der Waldhaus-OKJA an junge Menschen – an Kinder, Jugendliche und jun-ge Erwachsene. Somit beschränkt sich die Waldhaus-OKJA generell nicht auf bestimmte Ziel-gruppen sondern ist offen für alle. Inwiefern einzelne Angebote der Waldhaus-OKJA in einer Kommune entwickelt werden, die sich speziell an eingrenzbare Zielgruppen wenden, wird entsprechend der Bedarfslagen und Ressourcen vor Ort abgestimmt.
Typischerweise bestehen regelmäßige Treffangebote in den Räumlichkeiten der Waldhaus-OKJA für Kinder (z.B. 10 bis 14 Jährige) am Nachmittag, Treffangebote für Jugendliche (z.B. ab 14 Jahre) am Abend und geschlechtsspezifische Angebote (z.B. Mädchentreff) sowie besondere Veranstaltungen.
Darüber hinaus sind Angebote denkbar, die sich z.B. an SchülerInnen während der Mittags-pause wenden oder an Gruppen mit definierten spezifischen TeilnehmerInnen und Inhalten entsprechend der Bedarfslagen vor Ort. Auch Angebote, die außerhalb der OKJA-Räumlichkeiten stattfinden, können bedarfsorientiert entwickelt werden.
Im Rahmen von Kooperationen mit anderen Organisationen (z.B. Schule, Vereine, Arbeits-gruppen im Gemeinwesen) kann auch eine Nutzung der OKJA-Räumlichkeiten durch die Ziel-gruppen entsprechender Kooperationspartner stattfinden (z.B. Klassenprojekte der Schulsozialarbeit, Vernetzungstreffen, Arbeitskreise).